Geländespiel "Alien-Rezepte"

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ursprünglicher Einsatz

Dieses Geländespiel wurde für die Landesmeutenaktion (LaMA) 2010 geplant. Diese fand vom 13. bis 16. Mai auf dem Zeltgelände des Campingplatz Götzenbachsee in Göggingen im Landkreis Aalen statt. Das Motto dieser LaMA lautete „Der kleine Prinz“. Im Rahmen der Spielgeschichte bekamen die Wölflinge Besuch vom kleinen Prinzen, der mit ihnen zusammen die Welt entdecken wollte. Gemeinsam flogen sie auf verschiedene Planeten, auf denen es allerhand zu entdecken gab. Das Geländespiel fand am Nachmittag des zweiten Lagertages statt – am Freitag, dem 14. Mai 2010. Das Geländespiel fand in den Wäldern westlich des Südendes des Götzenbachsees statt.

[Bearbeiten] Ursprüngliche Spielgeschichte

Am Vormittag haben die Wölflinge in kleinen Gruppen Hinweise auf einen weiteren Planeten erhalten. Das Raumschiff, dass der kleine Prinz einst benutzt hat, ist für einen so weiten Flug allerdings nicht gerüstet – es bedarf einer dringenden Generalüberholung. Ein verrückter Professor könnte dies übernehmen, doch ist dieser aufgrund seiner nächtelangen Bastelarbeiten stets übermüdet und benötigt dringend „Omega-3-Kaffeebohnen“, mit denen er sich starken Kaffee aufbrühen kann.

Händler tauchen auf, die durchaus dazu bereit sind, diese Ware zu liefern. Im Gegenzug wollen sie aber, dass die Wölflinge die Zutaten für verschiedene Rezepte organisieren. Diese erhalten sie von gefährlichen Aliens, indem sie sie im Kampf besiegen. Die Händler sind viel zu feige, sich selbst dem Kampf zu stellen.

[Bearbeiten] Spielprinzip

Beispiel-Rezept "Asteroiden-Auflauf".
Die Aliens bewegen sich zufällig durch das Gelände. Es gibt vier verschiedene Arten von Aliens, die durch Verkleidungen in vier Farben zu unterscheiden sind. Jede Alienart liefert eine eigene Art von Zutaten. Die Kinder können die Aliens zum Kampf herausfordern, aber diese können auch die Kinder überfallen.

Mittels „Schere, Stein, Papier“ wird ein Kampf ausgeführt. Gewinnt das Alien, muss der Besiegte diesem alle Zutaten zurückgeben, die er von der Sorte besitzt, die dem Alien entspricht. Ist es beispielsweise ein grünes Alien, muss der Besiegte diesem all seine grünen Zutaten geben. Verliert das Alien, bekommt der Gewinner eine kleine Anzahl grüner Zutaten.

Hier ist gutes Teamspiel von hohem Vorteil: Ein Kind, dass keine grünen Zutaten besitzt, kann also risikolos ein grünes Alien angreifen. Kommt ein grünes Alien an um ein Kind zu überfallen, kann dieses seine grünen Zutaten schnell einem anderen Kind geben und dann das Alien herausfordern, um dem Mitspieler die Flucht zu ermöglichen.

Neben den Aliens laufen auch die Händler durch das Gelände. Sie geben so nach und nach die Rezepte an die Kinder aus. Diese versuchen nun, durch Tausch oder Angriffe auf Aliens an die dafür benötigten Zutaten zu gelangen. Sind die benötigten Zutaten für ein Rezept beisammen, können sie dieses zusammen mit den Zutaten bei einem Händler eintauschen - sofern sie einen finden. Als Gegenleistung bekommen sie dann die Kaffeebohnen, die man ihnen auch nicht mehr klauen kann.

[Bearbeiten] Voraussetzungen

[Bearbeiten] Das Gelände

Für das Geländespiel eignet sich am besten ein überwiegend bewaldetes Gelände. Größere Lichtungen oder Wiesenflächen, zerklüftetes Gelände, Bäche, Straßen und ähnliche „Unregelmäßigkeiten“ sorgen für Abwechslung und lassen sich gut in das Spiel integrieren.

[Bearbeiten] Zielgruppe

Das Spiel läuft tendenziell actionreich ab. Es enthält aber auch Phasen, in welchen man Posten oder Mitspieler sucht. Außerdem muss man tüfteln, um effektiv an die Zutaten für die Rezepte zu gelangen. Somit ist ebenso auch „Hirnschmalz“ gefragt. Insbesondere ist aber Teamwork gefragt, denn nur gemeinsam wird es gelingen, die zunehmend komplizierteren Rezepte erfüllen zu können.

In der ursprünglichen Variante spielen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen die Aliens, die von Posten gespielt werden. Alle Kinder spielen also zusammen. Damit richtet sich das Spiel eher an Wölflinge und jüngere Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die im Rahmen einer Spielgeschichte „gegen die Betreuer“ antreten.

Das etwas ungewöhnliche Spielprinzip lässt sich etwas schwer den Kindern vermitteln. Hier sind Beispiele gefragt. Manche Details lassen sich aber auch besser durch die Posten während des Spiels erklären. Entsprechend sollten die Posten gut eingewiesen werden. Die Funktionsweise erschließt sich dann schnell während des Spiels.

Durch eine kleine Variation in Form des Bildens mehrerer Teams könnte man das Spiel auch für Ältere interessant machen. In diesem Falle würde ein Wettkampfelement hinzukommen, der nochmal einen ganz eigenen Reiz bieten dürfte.

[Bearbeiten] Materialien

Für dieses Spiel wird nicht allzu viel Material benötigt. Das aufwändigste sind die Rezepte. Sie sind hier aber als Download verfügbar.

  • Kaffeebohnen (als Omega-3-Kaffeebohnen) – ein 0,5 Liter Glas voll sollte genügen
  • Bonbons in orange, rot, gelb und grün – am besten geeignet sind die bekannten Böhme Fruchtkamellen
  • Verkleidungen für die Aliens, die ihre jeweilige Farbe deutlich machen
  • Verkleidungen für die Händler
  • Die ausgedruckten Rezepte – besonders resistent sind sie, wenn man sie ein laminiert
  • In Butterbrottüten o.ä. können die Kinder die Zutaten und/oder Kaffeebohnen gut sammeln

[Bearbeiten] Posten

Die Zahl der benötigen Posten ist von der Spielerzahl abhängig. Für jeweils etwa 15 bis 20 Kinder sollten ein „Satz“ Aliens in den vier Farben und ein Händler dabei sein. Bei mehreren Händlern müssen sie die Rezepte gleichmäßig untereinander aufteilen – so dass jeder von allen Schwierigkeitsgraden welche hat. Durch gelegentliche Absprachen sollte sichergestellt werden, dass alle den Schwierigkeitsgrad einigermaßen gleichmäßig anheben. Alle Posten sollten mit dem Spielprinzip vertraut sein, damit sie Fragen der Kinder beantworten können.

[Bearbeiten] Steuerungsmöglichkeiten

Das Spiel lässt sich hervorragend steuern. Die Händler können sich eher versteckt halten, wenn das Spiel zu schnell geht. Auch können sie die lukrativeren, aber dafür komplizierten Rezepte auch eine Weile zurück halten. Auch die Aliens können regulieren, indem sie anfangs nur wenig Bonbons ausgeben und die Anzahl dann nach und nach erhöhen. Haben die Kinder gerade immer sehr viele Bonbons, können die Aliens auch wieder sparsamer ausgeben. Und auch sie können sich verstecken oder mal mehr und mal weniger weiträumig ausschwärmen.

Auch das Verhalten der Kinder lässt sich gut belohnen oder tadeln, etwa in Form von einem besonders lukrativen Rezept, ein paar Kaffeebohnen extra oder – als Gegenteil – auch mal einer mageren Ausbeute beim einem Sieg über ein Alien.

Es können auch mal spontane Rätsel eingebaut werden: Rezepte, Bohnen oder Zutaten werden irgendwo versteckt und Hinweise dann an die Kinder verteilt. Der Spontanität sind hier kaum Grenzen gesetzt. Auch kleine Extraaufgaben sind denkbar.

[Bearbeiten] Variationen

[Bearbeiten] Variationen der Spielgeschichte

Das Thema lässt sich leicht an andere Lagermottos anpassen. Letztendlich geht es lediglich um Händler und um die Lieferanten der Zutaten. Letztere könnten statt der Aliens ebenso gut auch Räuberbanden, Piratenschmuggler oder ähnliches sein. Die Spielgeschichte ist natürlich auch absolut flexibel. Die Händler könnten statt der Kaffeebohnen auch mit wertvollen Gewürzen oder mit barer Münze bezahlen.

[Bearbeiten] Variation als Team-Spiel

Es ist auch denkbar, die Kinder in zwei oder mehr Gruppen einzuteilen. Es bedarf dann irgendwelcher Verkleidungen oder ähnliches, um die einzelnen Teams unterscheiden zu können. Diese sollten sich auch von den Alien-Verkleidungen unterscheiden. Denkbar sind hier etwa Stirnbänder. Jedes Team braucht dann natürlich auch sein Lager, das vor Übergriffen durch andere Teams geschützt ist. Hier können beispielsweise die Bohnen gesammelt werden.

Bei dieser Variante ist es natürlich naheliegend, dass die Mitglieder der einzelnen Teams sich auch gegenseitig angreifen können. Hierfür bedarf es dann genauer Regeln, etwa dass jeder der Kämpfenden einen Einsatz von einem Bonbon abgeben muss, um den dann via „Schere, Stein, Papier“ gekämpft wird. Hier ist natürlich auf die Fairness der Spielenden zu achten.

Man könnte das Spiel aber auch in Teams spielen, die nicht gegeneinander antreten können sondern nur parallel versuchen, möglichst viele Bohnen zu sammeln.

[Bearbeiten] Downloads

Die Rezepte für das Geländespiel könnt ihr euch hier als Druckvorlage herunterladen: Datei:Geländespiel-Alien-Rezepte-Druckvorlage-Rezepte.pdf. Die einzelnen Grafiken gibt es auf Anfrage auch beim Tisch.